Bereits vor längerer Zeit hörte und las ich etwas über den Brainport. Da mich das neue System interessierte, wendete ich mich an dessen Entwicklerfirma, Wicab. Mir wurde mitgeteilt, dass es zwar vom Prinzip her fertig entwickelt sei, jedoch die Zulassung fehle noch, man wolle mich informieren, wenn es so weit ist. Anfang 2013 bekam ich Nachricht, dass es jetzt die europäische Zulassung gibt und das zwischen Ende Mai und Mitte Juli die ersten Interessenten eingeführt werden sollen. Die zehn Übungseinheiten würde die Firma übernehmen.

Relativ kurzfristig bekam ich den Termin, vom 17. bis 21.6. Die Schulung fand in Marburg statt, zu einem späteren Zeitpunkt soll sie auch in anderen Städten angeboten werden. An fünf aufeinander folgenden Tagen sollte ich für 90 Minuten eingewiesen werden. Man hätte auch zwei mal 90 Minuten Täglich machen können, was jedoch nicht empfohlen wurde.

Nach der Anreise am Nachmittag des 17.6.2013 wurden wir von der Reha-Lehrerin in Empfang genommen. Sie zeigte uns zunächst die Gästewohnung der Blindenstudienanstalt, die für uns reserviert war. Anschließend ging es in die Biegenstraße, wo die erste Lerneinheit durchgeführt wurde.

Zunächst wurde vermittelt, wie der Akku in das Steuergerät eingesetzt wird, wie das Mundstück zu Pflegen ist und wie alles gehandhabt werden soll. Der Brainport besteht aus einer Brille, an der über der Nase eine Kamera angebracht ist. An der Brille sind zwei Kabel. An dem einen hängt ein etwa dreimal drei Zentimeter großes Teil, dass man sich auf die Zunge legt, möglichst im vorderen Bereich. Das zweite und längere Kabel führt zum Steuergerät. Dieses Gerät erinnert von der Grundfläche an eine Fernbedienung, ist jedoch deutlich dicker. An ihm können einige Einstellungen getätigt werden. Das Plättchen im Mund überträgt nun die Bilder mittels elektrischer Impulse auf die Zunge. Die Stärke der Impulse ist individuell einstellbar. Nach jedem Abschalten des Gerätes geht sie auf null und wird zu Beginn der Verwendung in einem Testmodus eingestellt. Man braucht also keine Angst vor schmerzhaften Stromschlägen, wie man sie vom Weidezaun kennt, zu haben. Es gibt 400 Bildpunkte. Wobei Bild etwas Übertrieben ist, es können nämlich nur starke Kontraste wiedergegeben werden.

Die ersten praktischen Übungen bestanden darin, ein auf der weißen Wand aufgebrachtes, schwarzes Tuch zu identifizieren. Die Ränder des Stoffes wurden mit dem Kopf und der auf der Brille befestigten Kamera abgefahren. Die Lehrerin konnte auf dem Computerbildschirm nachverfolgen, was mein gerät empfängt. Auch meine Mutter war mitgekommen, um sich das Ganze mal anzuschauen.

Die nächste Übung bestand darin, auf der Stofftafel aufgebrachte Linien zu suchen, ihre Position zu bestimmen und mit der Hand danach zu greifen. Im gesamten Kurs lag ein Schwerpunkt darauf, die Hand zusätzlich zu einem Objekt mit dem System zu erfassen und danach koordiniert zu greifen. Bei diesem Prozess wird die Zoomfunktion des Gerätes genutzt. Zuerst wird das Objekt mit einer Einstellung, die einen großen Ausschnitt erlaubt, gesucht. Hat man es gefunden, so wird das Objekt vergrößert, um es zu erkennen. Dann stellt man es wieder kleiner, um die Hand beim Greifen zusätzlich ins Bild zu bekommen. Eine der Übungen bestand darin, dass eine Papierrolle vor der Kamera bewegt wurde, und erfasst werden sollte, von wo nach wo sie durch das Bild ging.

Ein weiterer Teil der Übungen fand am Tisch statt. Hier wurde wiederum das schwarze Tuch aufgelegt. Zuerst waren wieder die Ränder zu finden. Insbesondere den oberen Rand des Tisches zu identifizieren ist mir nicht leicht gefallen. Jetzt wurden Gegenstände auf den Tisch gelegt, die wiederum aufgefunden und identifiziert werden sollten. Die Bestimmung der Position ist hier deutlich schwieriger, als an der Wand. Was weiter entfernt ist, erscheint über die Kamera kleiner. Liegt etwas in der Mitte des Tisches, so hat man bei den abtastenden Kopfbewegungen das Gefühl, es wäre deutlich näher an der oberen Kante des Tisches.

Eine räumliche Wahrnehmung ist mit dem Brainport nicht möglich. Man kann lediglich den Bezug zweier Objekte zueinander herstellen. Wobei der Unterschied durch die unterschiedliche Absolutentfernung zum Betrachter zu Berücksichtigen ist. Es gibt mittlerweile digitale Fotokameras, die den Unterschied ausgleichen können. Fotografiert man eine Person, die die Hand vor sich auf den Tisch legt, so erscheint die Hand nicht mehr überdimensioniert. Warum der Brainport eine solche Funktion nicht hat, kann ich nicht sagen. An dieser Stelle erschiene es mir Sinnvoll. An einer anderen Stelle ist es vielleicht auch wieder verwirrend.

Die fehlende Räumlichkeit erschwert das Erkennen von Objekten. Mit dem Brainport unterscheidet sich ein auf dem Tisch liegender Ball nicht von einem auf dem Tisch liegenden Kreis bis Oval. Beim Abtasten mit der Kamera empfand ich die Ausdehnung des Balls in der Tiefe weiter als in der breite, also eher wie etwas zum Oval gehend. Die Tasse ließ sich vom Ball nur dadurch unterscheiden, dass sie an der Seite einen Henkel hat. Der Henkel war dann auch zur Seite gedreht. Wäre der Henkel zu mir oder nach hinten gedreht gewesen, so hätte ich die Tasse vermutlich nicht als solche erkennen können. Anhand des "Bildes" hätte ich die Tasse als deutlich niedriger und breiter eingeschätzt, als sie tatsächlich war. Die Banane erschien als krummer Strich und der Textmarker als schmaler gerader strich, wobei ich letzteren zuerst mit einem Löffel verwechselt habe.

Die Erkennung der Objekte ist mir nur dadurch gelungen, dass ich sie mit dem Zoom groß gestellt habe, um dann ihre Ränder mit leichten Kopfbewegungen abzufahren. Stellt man sie etwas kleiner, so hat man sie komplett auf der Zunge. Bei 400 möglichen Punkten sollten sie sich für mein Verständnis relativ gut abbilden lassen. Bei mit einer ähnlichen oder sogar geringeren Auflösung eingescannten Texten kann die Texterkennung zumindest relativ gute Ergebnisse liefern. Mir ist es auf diesem Wege jedoch nicht gelungen, etwas zu erkennen. Vielleicht muss sich das Gehirn erst daran gewöhnen, das so wahrzunehmen.

Auch am Tisch bestand nach dem Erkennen der Objekte die Übung darin, die Objekte mit der Hand gezielt zu greifen. Die Schlussübung bestand darin, zehn Mal nacheinander ein genanntes Objekt aus den vier immer in unterschiedlicher Position auf dem Tisch stehenden (Ball, Tasse, Banane und Textmarker) zu greifen. Man hatte dafür zwei Minuten Zeit und durfte nur das genannte und kein anderes Objekt berühren. In acht von zehn Fällen ist es mir gelungen. Ich brauchte jedoch oft fast die gesamte Zeit. Den Tisch nach dem gewünschten Produkt abzutasten wäre schneller gegangen, wobei man natürlich mehrere Gegenstände berührt hätte.

Buchstaben, die so groß gedruckt waren, dass sie das halbe A4-Blatt belegen, konnte ich erkennen. Auch war die recht große Nummer am Türschild zu lesen. Es soll sogar jemand geschafft haben, damit ein Buch in Großdruck gelesen zu haben. Ich kann mir das nicht vorstellen. Um Romane zu lesen braucht man es allerdings nicht, da ist der Computer mit Scanner und Braillezeile die bessere Wahl. Hilfreich fände ich es jedoch für Dinge, die man nicht einscannen kann, z.B. Diagramme, Stadtpläne, oder auch Hausnummern und Verkehrsschilder. Diese Dinge sind allerdings noch komplexer. Während es bei letzteren beiden die Herausforderung ist, sie zu finden, dürften erstere beide zu klein und zu detailreich sein. Mir ist es noch nicht einmal gelungen, die Überschriften aus der Zeitung zu lesen, welche schon fast drei Zentimeter große Buchstaben hatten.

Ein eher kleiner Teil der Schulung bestand darin, beim Gehen Hindernisse zu erkennen, im Raum Tür, Fenster und Scheuerleisten zu erkennen, draußen zwischen parkenden Autos hin durchzufinden usw. Das ist mir nicht so gut gelungen.

In der gesamten Schulung habe ich überwiegend den praktischen Bezug vermisst. D.h. es wurde oft nicht deutlich, wo das Gerät im Alltag eine Hilfe darstellt. Mir würde einiges einfallen, wo man mit Tasten nicht weiter kommt, jedoch erscheint mir der Brainport dafür oft zu grob und ungenau.

Nach der Schulung durfte ich das Gerät drei Monate zuhause testen. Zunächst bekam ich eines ohne Computeranbindung mit, da kein anderes verfügbar war. Etwas später wurde mir eines mit der Möglichkeit einer Verbindung zugesendet. Die Verbindungsaufnahme ist mir zunächst nicht geglückt, jedoch nach der Anleitung von Wicab ging es. Das Gerät möchte über WLan eine Computer zu Computer Verbindung herstellen. Dies muss in den Netzwerkoptionen des Computers aktiviert sein. Da wir Wlan nur für das Internet nutzen, war hier nur Zugriffspunktnetzwerk ausgewählt. Die Installation der nötigen Software war weitgehend Problemlos. Das Gerät mit Empfang unterscheidet sich durch eine flexible Antenne und dadurch, dass es ein Gebläse hat.

Zunächst einmal musste ich zu Hause feststellen, dass ich den Rand meines Tisches mit der Kamera nicht finden konnte. Das Problem, seine Tischdecke ist zu hell. Auch wenn man am Brainport die Inversion aktivieren kann, was bedeutet, dass jetzt nicht die Hellen, sondern die dunklen Bereiche als Impulse angezeigt werden, hat es so nicht funktioniert. Es musste eine andere Arbeitsunterlage her.

Probieren wir es doch einmal am Essenstisch. Wenn jetzt neben der Tasse auch noch eine Untertasse, ein Teller, Besteck und eine Kanne stehen, dann ist das schon wieder zu viel, um es identifizieren zu können.

Weiterhin probierte ich oben schon erwähnte Zeitung mit ihren Großen Überschriften. Zudem habe ich solche Buchstaben zum Legen aus Kunststoff. Beides ließ sich nicht erkennen. Bei den Buchstaben zum legen konnte ich zumindest herausfinden, wo diese denn nun liegen. Was für ein Buchstabe es ist, ließ sich nur durch abtasten mit der Hand ermitteln. Für Arbeiten wie dem Löten, wo eine Erfassung mit den Händen unmöglich ist, ist der Brainport aus meiner Sicht zu ungenau.

Bleibt noch der Bildschirm des Computers. Hier kann man Buchstaben sehr groß einstellen, oder, was in der Praxis wohl interessanter wäre: Man kann sich Bilder, Diagramme und andere grafische Elemente anzeigen lassen. Nur was ich auch auswählte, immer erschien der Bildschirm nur als eine Einheit, die mir als kribbeln dargestellt wurde. Auf dem Bildschirm an sich waren keinerlei Unterschiede zu erkennen, also alles eine Fläche. Dabei habe ich einen schwarz-weiß-Bildschirm verwendet. Da man hier keine Farbabstufungen hat, sollte der Kontrast doch besser sein.

Da Wicab mir schrieb, ein Bildschirm solle erkennbar sein ging ich der Sache nach. Auf dem Kontrollbild auf einem zweiten Computer war zu erkennen, dass ein schwarzer Balken auf der gesamten Breite immer wieder durch das Bild fährt, was am Bildschirm nicht zu sehen ist.

Auf meinem Laptop konnte ich letztlich jedoch etwas erkennen. Große Buchstaben waren zu lesen. Ein Kreisdiagramm in Excel war als solches zu erkennen. Um ein Diagramm auslesen zu können fehlen dann jedoch noch die Beschriftungen. Wie auch sonst ist die Erkennung nicht so fein.

Ich kann nur vermuten, dass die Kamera mit der Bildwiederholung eines richtigen Bildschirmes nicht klarkommt. Daher funktioniert es nur bei den Flachbildschirmen eines Laptops.

Will man sich den Raum oder die Umgebung im freien "anschauen", so habe ich das Problem, dass ich Stimulationen erhalte und nicht weiß, was dort genau erkannt wird. Die Griffe auf unseren Küchenschränken setzen sich ab. Der Türrahmen, der mir noch in der Schulung als markant gezeigt wurde, ist bei uns nicht auszumachen. Denn er ist genau wie die Tür und die Wand weiß gestrichen. Sind Möbelstücke zu hell, so lassen sich selbst diese nicht erfassen. Im Garten weiß ich, wo ein Baum steht. Ob ich den Baum nun im Bilde habe, kann ich jedoch nicht abschätzen. Es ist lediglich ein Objekt zu identifizieren.

Der Unterschied zwischen der Rasenfläche und dem gepflasterten Weg kann man gut erkennen. Da unser Teich mit Seerosen bewachsen ist, unterscheidet er sich nicht vom Rasen. Schaut man auf das Haus, so kann man die Fensterausschnitte erkennen. Mir ist jedoch nicht geglückt zu sagen, welches der Fenster offen ist. Die Hausnummer konnte ich nicht finden. Nachdem ich mich von einer zweiten Person mit dem Kontrollbild am Computer habe auf diese hin navigieren lassen, konnte ich sie nicht erkennen. Aus der Entfernung vom Grundstückrand ist sie zu klein. Mit der Vergrößerung durch den Zoom führt jedes minimale Wackeln dazu, dass man sie verliert. auch aus geringerer Entfernung war nichts zu machen. Es ist generell ein Problem mit der Vergrößerung, dass man den Kopf gar nicht still genug halten kann. Somit verliert man das Objekt oft. Eine Wolke vor der Sonne hat sich am Himmel abgehoben. Man muss jedoch erst einmal gesagt bekommen, dass es sich um eine Wolke handelt.

Im Dunkeln lassen sich alle Lichtquellen gut finden. Das gilt für unsere kleinen Solarlampen, die Straßenlaterne und den Mond. Der Vollmond erschien als eine Scheibe recht flach am Himmel. Wenn man nicht weiß, dass dort keine Laterne steht, wäre die Unterscheidung schwierig geworden.

Fotos lassen sich nicht erkennen. D.h. es ist nicht zu sagen: "auf dem Foto sind ein Hund und ein Mensch zu sehen." Lediglich dass etwas aufgenommen ist wird angezeigt.

Im Spiegel konnte ich mich nicht erkennen. Eine Uhr konnte ich mit dem Brainport nicht ablesen.

Generell lässt sich sagen, was nicht zu klein ist und sich durch einen starken Kontrast von seiner Umgebung abhebt ist gut zu erkennen. Die Objekte in der Schulung waren dahingehend optimiert. Zu Hause hat dementsprechend zuerst nicht viel funktioniert. Man muss die Objekte erst nach ihrer Farbe aussuchen, bevor man sie erkennen kann.

Zur Orientierung halte ich ihn dementsprechend für weniger geeignet. Man weiß ja nicht, ob ein mögliches Hindernis nun einen deutlichen Kontrast hat.

Auf der Zunge ist das Gefühl im vorderen Bereich besser. Dementsprechend gehen die Informationen im hinteren Bereich leicht unter. Hilfreich könnte ich es mir vorstellen, wenn man die Intensität des Plättchens demensprechend variabel gestaltet. So das man im hinteren Bereich stärker stimuliert wird.

Ich habe es nicht geschafft, Objekte wie Buchstaben zuverlässig als Ganzes auf der Zunge zu erkennen. Hatte ich das Objekt vollständig auf der Zunge abgebildet, so konnte ich es nicht oder nur schlecht identifizieren. Also habe ich es vergrößert und dann abgefahren. Somit bekam ich die Umrisse mit. Die Erkennung dauert so jedoch länger.

Laut Auskunft meiner Mutter ist auch das, was man vom Brainport am Computerbildschirm sehen kann, oft nur schwer zu erkennen. Personen sind nur ansatzweise als Person zu identifizieren und eine Gesichtserkennung ist unmöglich.

Den Brainport halte ich für einen guten Ansatz, da er optische Informationen zugänglich macht, ohne dabei einen großen operativen Eingriff erforderlich zu machen oder die für die Verkehrssicherheit unerlässlichen Ohren zu beanspruchen, so man ihn denn draußen nutzen möchte. Derzeit ist er jedoch aus meiner Sicht noch nicht so weit entwickelt, dass er den Alltag erleichtern kann. Auch wenn sich die Auflösung durch Übung noch etwas verbessern lässt, fehlt die dritte Dimension. Evtl. sollte man hier eine zweite Kontaktstelle am Körper heranziehen. Auch wenn der Rücken oder die Arme nicht so viele Tastpunkte haben, stünden hier noch reichlich Flächen zur Verfügung.

Oder man nimmt nur den Rücken bzw. Brust und Bauch als Kontaktfläche. Man könnte Probieren, ob hier die Erkennungsraten besser sind. Zu prüfen ist auch, ob man für die dritte Dimension eine separate Kontaktfläche braucht, oder ob man dies durch unterschiedliche Intensitäten abbildet.

Schön wäre es, wenn man auch bei schwächerem Kontrast etwas erkennen könnte. Zu überlegen ist, ob man auch Farben abbilden kann. Daran kann man einiges erkennen, z.B. bei der Ampel wäre es hilfreich. Insgesamt muss die Erkennungsmöglichkeit noch detailreicher werden.

Die denkbaren Nutzungsmöglichkeiten wären vielseitig. Im Idealfall würde er das gesunde Auge nahezu vollständig ersetzen. Wenn man feinere Schrift und Zeichnungen erkennen könnte, so könnte man Stadtpläne und ähnliches lesen. Das Erkennen von Straßenschildern, Hausnummern, Klingelschildern usw. ist eine weitere Hilfe. Ich kann ihn mir für Arbeiten, die keine Berührung erlauben, vorstellen. So zum Beispiel löten usw.

Ich hatte vor der Schulung nicht erwartet, dass er mich wieder "sehend" macht. Ich hätte jedoch gedacht, dass die Möglichkeiten etwas umfangreicher sind. In der aktuellen Form erscheint er mir im Alltag wenig hilfreich. Daher würde ich ihn so nicht beantragen oder empfehlen.

Mit einer Kamera auf der Brille kann man für externe Beobachter leicht als "sehend" eingeschätzt werden. Dann sinkt die einem Blinden zukommende zusätzliche Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft. Zudem wirken sich minimale Kopfbewegungen teils stark auf das Bild aus. Daher ist zu überlegen, ob man die Kamera in das Handteil integriert, oder ob man sie zwar am Kopf befestigt, dann aber weniger als Kamera erkennbar macht. Für Stationäre Arbeiten ist auch ein Stativ eine Option.

Alles in allem ist der Brainport ein interessanter Ansatz und ich würde mich freuen, auch seine Weiterentwicklungen testen zu dürfen. Wenn er im Alltag etwas mehr Einsatz finden kann, dann würde ich ihn mir auf jeden Fall anschaffen wollen.

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