Spannend an den Pflanzen ist für mich, sie beim Wachsen zu beobachten. Dabei besonders die Keimung. Schon beeindruckend, wie da aus einem Kern plötzlich etwas herauswächst und immer größer wird. Von Sträußen oder irgendwelchen für den Verkauf gezüchteten Pflanzen, die nach einem Monat nichts mehr sind hat man irgendwie nicht besonders viel, finde ich. Dann lieber etwas, dass man über mehrere Jahre beobachten kann. Ein Problem dabei ist allerdings das Wachstum. Denn das Haus wächst nicht in dem gleichen Maße mit. Wenn dann ab und zu noch eine Pflanze hinzu kommt, dann wird es irgendwann zum Problem. Aber auch der Garten ist voll. Dort helfe ich zwar auch mit, aber Mutter organisiert den Garten. Für dort finde ich Ertragspflanzen passender. Davon haben wir auch einige, aber auch viele verschiedene Blumen. Jeder der kommt staunt bei der Gartenbesichtigung. Ich sehe selbst noch nicht richtig durch, was es da so alles gibt. Nur Rosen erkenne ich, weil die bei jeder Gelegenheit stechen, ist nicht ganz mein Fall.
Kommen wir zuerst zur größten der Pflanzen, ein Gummibaum. Er ist aktuell, Oktober 2009, 80 cm hoch (gemessen von der Erdoberfläche bis zur Spitze des höchsten Blattes). Ich bekam ihn im Sommer 2003 als Ableger von Omas Gummibaum. Dazu wurde ein kleiner Zweig mit Spitze abgeschnitten, mit Bewurzelungspulver behandelt und eingetopft. Man kann es auch Abmosen, was jedoch eine recht hohe Fäulnisgefahr birgt. Schön bzw. beeindruckend finde ich vor allem die großen Blätter. Geblüht hat er noch nicht, oder es hat keiner gemerkt. Die Blüten sind eher unscheinbar. Ich hatte vor ihm schon mal andere, aber die sind eingegangen. Der eine hat einfach nach und nach seine Blätter verloren. Entweder er hat ein Blattglanzmittel nicht vertragen, dass mal aufgetragen wurde. Es sollte zwar für Blätter sein, aber vielleicht nur für Kunstblumen... Oder er wurde zu stark gegossen, oder zu wenig Gedüngt. Bei diesem lasse ich jetzt die Erde erst abtrocknen, bevor er wieder etwas bekommt. Alle drei Wochen Wasser genügt. Der zweite Gummibaum ist erfroren. Er stand auf dem Fensterbrett und das Fenster habe ich zum Lüften Angekippt. Also dort muss man vorsichtig sein, nur dran gedacht habe ich zuvor nicht. Aber es ist ohnehin besser, wenn man es kurzzeitig komplett öffnet, dann kühlt der Raum nicht so stark aus, als wenn man es lange ankippt.
Hier noch eine Pflegeanleitung
Die kleinen bekommen jetzt auch weniger Text! Da ist ein Bubikopf. Davon bekam ich manchmal welche als Glückstöpfchen. Jedoch werden die irgendwann so komisch, sie wachsen recht lang und zwischendrin ist immer wieder trockenes Zeug. Daher habe ich mal einen beschnitten, also so die Spitzen ab und auf Erde gelegt. Davon sind auch einige angewachsen, nur der Spender wollte dann nicht mehr. Bestimmt hätte ich das Trockene nicht alles rausmachen sollen, waren wohl doch noch belebte Zweige.
dann gibt es eine Avocado. Diese habe ich aus einem Kern gezogen. Das brauchte allerdings mehrere Versuche, von fünf Kernen ist letztlich nur einer aufgegangen, dieser ist aber schon gut gewachsen. Ich habe sie erst seit dem Frühjahr 2009. Im Sommer war er draußen. Das Fruchtfleisch schmeckt übrigens sehr gut vermischt mit einer klein geschnittenen Zwiebel und mit Salz und Pfeffer gewürtzt als Brotaufstrich. Hier ist allerdings keine Fruchtbildung zu erwarten, denn die männlichen und die weiblichen Blüten sind zwar beide an einer Pflanze vorhanden, blühen jedoch nicht zur gleichen Zeit. Daher bräuchte man mehrere Pflanzen. Und so ein Baum muss ja auch groß sein, ehe er Früchte haben kann.
Hier eine Pflege- und Anzuchtsanleitung Ich empfehle die Methode mit der Erde, wenn man den Topf zudeckt braucht man sich kaum kümmern. Beim Wasser muss man dauernd nachfüllen und es wirt schmierig.
Ebenso in 2009 angezogen eine Mango. Diese brauchte auch mehrere Versuche und ist seit dem Keimen und einem schnellen Anfangswachstum lange Zeit nicht weiter gewachsen. Also sie ist deutlich kleiner als die Avocado. im Winter wurden gar die Spitzen der Blätter trocken, aber im Frühjahr 2010 bekam sie einige neue.
Die Anleitung zur Mango
Geöffnet habe ich die Hülle auch. Die Methode mit dem nassen Küchenpapier hat aber nicht funktioniert, sie ist geschimmelt. Vielleicht hätte man es zwar nicht in Folie wickeln sollen, aber dann ist das Papier bald wieder trocken.
2008 gezogen habe ich eine Pinie. Diese habe ich aus so einem Zapfen, den es manchmal zu kaufen gibt. Den Kern habe ich dann nicht mehr geknackt. Sie ist nicht so kälteempfindlich, daher werde ich sie wohl im Winter in der Veranda lassen. Dort ist es nur etwas über null Grad, manchmal auch knapp darunter.
missglückt sind mir bis jetzt die Zuchtversuche von Eukalyptus und Dattel. Von ersterem hatte ich noch Samen von einer Madera-Reise, auf der wir im Sommer 1999 waren. Na 10 Jahre waren vielleicht zu viel für den Samen. Obwohl er erst keimte und ganz kleine Pflänzchen auftauchten, diese sind jedoch wieder eingegangen. Oder die Erde war nicht gut bzw. zu feucht. Eigentlich soll die Anzucht aber unproblematisch sein, man muss nur beachten, dass die unterschiedlichen Sorten eine gewisse Zeit kalt gelagert werden müssen, bevor sie an einem warmen und hellen Ort keimen können. Da gibt es Zeitlisten. Die Datteln habe ich aus getrockneten Früchten, keine Ahnung, was denen nicht gefiel.
Zudem ist hier noch eine Bromelie, die ich 2009 zum Geburtstag bekam. Das ist die Art, von denen auch die Ananass abstammt. Also es ist so ein Puschel, bei dieser jedoch die Blätter nicht so hart und stechend. Sie hat an den Seiten jetzt Ableger gebildet. Oben ragt ein Stiel mit Blühte aus dem Trichter, die war aber schon. Im Herbst 2009 war sie abgeblüht und fing an 4 Ableger zu bilden, wenn diese groß genug sind können sie abgetrennt werden und die alte Pflanze geht irgendwann ein.
Dann gibt es noch zwei Weihnachtskakteen, von denen der eine schon im Oktober mit Knospen angefangen hat, einen Osterkaktus, der 2010 erst im Mai blüht und eine Kalanchoe hatte ich, diese ist aber eingegangen, gleiches gilt für eine Kaffeepflanze.
Noch existent sind zwei Sukkolenten. Die eine von denen ist gut gewachsen und blüht im Mai 2010. Die erste Pflanze, die ohne Blühte gekauft wurde und später damit anfing. Eine Orchidee habe ich auch noch in Pflege. Und im Winter steht im Zimmer eine Physalis oder Kapstachelbeere. Im Sommer ist sie draußen und wird sehr groß. Früchte hat sie auch. Im Herbst werden dann Zweige abgeschnitten und neu eingetopft, denn winterhart ist sie nicht und das riesige Teil kann nicht im Haus stehen.
Bei allem Was man aussät sollte man bedenken, dass die Angaben nur richtwerte sind. Manchmal dauert es viel länger oder geht etwas schneller, je nach Temperatur usw. Alsonicht gleich vom Samen trennen, wenn da was von zwei Wochen Keimzeit steht und nach 15 Tagen noch nichts zu sehen ist.
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