2.2.2.  Freie Software

Insbesondere ist es wichtig, zu betonen, dass das Attribut frei nicht so verstanden werden dürfe, dass freie Software immer kostenfrei sein müsse. Frei bedeutet viel mehr, dass dem Anwender keine Handlungsbeschränkungen auferlegt werden. Es gelten deshalb folgende Kriterien, die Software zu freier Software machen:

Die Weitergabe eines Programms kann - mit oder ohne Verbesserungen- somit gegen eine Gebühr, aber auch kostenfrei erfolgen. Man könnte sogar Kopien eines Programms verkaufen, dass man ursprünglich kostenlos erlangt hat, ohne die obige Definition zu verletzen. Hierbei können allerdings unterschiedliche Lizenzausführungen gelten und nicht alle lassen ein solches Beispiel zu. Und nach meinen wirtschaftlichen Überlegungen ist dies auf einem Markt mit vollständigen Informationen auch nicht möglich, es sei denn, man schafft einen substantiellen Mehrwert, bei dem bspw. ein Programm auf CD vertrieben wird, das sonst nur als Download im Internet angeboten wird, oder es werden bedeutende Verbesserungen eingearbeitet. Freiheit bedeutet also nur, dass man niemanden informieren oder gar die Einwilligung der Rechteinhaber einholen muss. Der Begriff Open Source, der ins Deutsche meist mit den Bezeichnungen offene Quelle oder offener Quelltext übersetzt wird, meint, wenn auch nicht dasselbe, so doch etwas ähnliches.14 Der Quelltext - auch Quellcode genannt- wird von den Programmierern nach den Regeln der entsprechenden Programmiersprache(n) verfasst und gespeichert. Und dieser Code wird dann meist in eine maschinenlesbare Form gebracht. Es gibt jedoch auch interpretierte Programmiersprachen, die keiner Kompilierung (Umwandlung) bedürfen.15

14vgl.: o.V.: Die Definition Freier Software. Netzartikel vom 21.04.2008 (16:12:49). online: http://www.gnu.org/philosophy/free-sw.de.html(20.05.2008 15:06)

15vgl.: o.V.: Quellcode. Online: http://www.e-teaching.org/glossar/quellcode(22.01.2008 00:05)

 

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